Montag, 29. Juni 2015

"Ryse: Son of Rome" ist auch so ein Computerspiel, welches sich in Filesharing-Netzwerken findet

Die Rechtsanwaltskanzlei .rka Rechtsanwälte, das Kürzel steht für die namensgebenden Rechtsanwälte Reichelt, Klute, Assmann , verschickt derzeit Abmahnungen mit dem Vorwurf der Urheberrechtsverletzungen an dem Computerspiel „Ryse: Son of Rome“. In diesen Abmahnungen moniert die Anwaltskanzlei   .rka die Verletzung der Rechte der Firma Koch Media GmbH aus Höfen in Österreich.

Dem abgemahnten Anschlussinhaber wird vorgeworfen das Computerspiel  „Ryse: Son of Rome“. der Öffentlichkeit durch die Teilnahme an Filesharing-Netzwerken (peer-to-peer-Netzen) entweder selbst unberechtigt zur Verfügung gestellt oder Dritten dies über den eigenen Anschluss ermöglich zu haben.

Ryse: Son of Rome ist ein Videospiel des deutschen Entwicklers Crytek, der u. a. bereits durch die Spiele Far Cry und Crysis bekannt ist. Der Titel erschien als Exklusivtitel zur Markteinführung für die Xbox One am 22. November 2013. Es handelt sich dabei um ein Action-Adventure bzw. ein Spiel nach dem Prinzip des Hack and Slash, das im antiken Rom angesiedelt ist. Es folgt dabei dem Leben des römischen Centurio mit dem Namen Marius Titus, der zu einem führenden Legionär der Armee aufsteigt.
Das Spiel wird mit dem Gamepad und via Kinect gesteuert, wobei die begleitende Legion mit Sprachbefehlen gesteuert wird. Es gibt neben der Einzelspielerkampagne einen kooperativen Mehrspielermodus, bei dem gemeinsame Aufgaben in einem Gladiatoren-Szenario bewältigt werden können. Beim deutschsprachigen Spielemagazin Gameswelt erhielt der Titel 7.5 von 10 Wertungspunkten. Bemängelt wurde u. a. der monotone Spielaufbau und die mangelnde Tiefe der Handlung, gelobt hingegen die qualitativ hochwertige Präsentation, das eingängige Kampfsystem und der kurzweilige Mehrspielermodus.
Im Dezember 2014 veröffentlichte Crytek einen Zusammenschnitt relevanter Film- und einiger Gameplaysequenzen als zweistündigen Film, in dem die gesamte Handlung des Spiels wiedergegeben wird. (Quelle: Wikipedia)

Die Kanzlei  .rka  Rechtsanwälte fordert neben der Abgabe eine strafbewehrten Unterlassungserklärung und der sofortigen Löschung des Computerspiels  zur Abgeltung aller Ansprüche eine pauschale Zahlung in Höhe von Höhe 800,00 €, Rechtsanwaltskosten und Schadensersatz. Damit sei dann die Angelegenheit erledigt.
Aber wie bisher gelten auch für die neuen Abmahnungen der Kanzlei .rka  Rechtsanwälte:

  • Setzen Sie sich nicht selbst mit der .rka  Rechtsanwälte in Verbindung! Jede noch so unbedachte Äußerung würde zu rechtlich nachteiligen Folgen führen.
  • Unterschreiben Sie die vorgefertigte Unterlassungserklärung auf keinen Fall, da Sie sich dann auch zur Zahlung der geforderten 800,00 € verpflichten und ein Schuldeingeständnis abgeben.
  • Aufgrund der gravierenden Rechtsfolgen und der technischen Fehlerbelastung der Ermittlung der IP-Adresse sollte die Abmahnung fachanwaltlich überprüft werden.
  • Prüfen Sie, ob der abgemahnte Verstoß tatsächlich über Ihren Anschluss begangen worden ist – ganz gleich ob von Ihnen selbst oder einer anderen Person, die Ihren Anschluss benutzte (Ehepartner, Lebenspartner, Kinder, Enkel, Patienten, Mieter, Kunden, Besucher).
  • Oft sind Abmahnungen wegen vermeintlichem Filesharing nicht rechtens, da der abgemahnte Inhaber des Internetanschlusses weder als Täter, noch als Störer haftet.
  • Der BGH hat entschieden, dass der Anschlussinhaber nicht für volljährige Familienmitglieder und Mitbewohner haftet, die ohne seine Kenntnis Rechtsverletzungen begehen (BGH, Urteil vom 8. Januar 2014 - I ZR 169/12 - BearShare). In diesem Fall haftet dieses Familienmitglied selbst.
  • Haben Minderjährige die Urheberrechtsverletzungen begangen, so hängt die Haftung der Eltern hierfür davon ab, ob sie ihre Kinder über die verbotene Teilnahme an Internettauschbörsen im Vorfeld aufgeklärt haben und zu keiner Zeit davon ausgehen konnten, dass ihr Kind sich nicht an das Verbot hält (BGH, Urteil vom 15.11.2012 – I ZR 74/12 - Morpheus ).
  • Der BGH hat mit Urteil vom 12. Mai 2010, Az. I ZR 121/08 - „Sommer unseres Lebens" entschieden, dass für einen Anschlussinhaber keine Haftung bei ausreichend gesichertem WLAN besteht.
  • Die IT-Kanzlei Gerth hat Erfahrung mit mehr als 5.000 Abmahnungen wegen Filesharing und prüft, ob die Vorwürfe in der Abmahnung gerechtfertigt sind und der Anschlussinhaber überhaupt haftet. Gerne helfe ich Ihnen bundesweit und zu einem fairen Pauschalpreis mit dem Ziel, bei einem entsprechenden Sachverhalt die geforderte Summe zu drücken oder aber die Forderung komplett abzuweisen.
  • Für den Fall, dass der abgemahnte Anschlussinhaber weder als Täter, noch als Störer haften muss, sieht meine optimale Verteidigung so aus, dass keine Unterlassungserklärung und auch keine modifizierte Unterlassungserklärung abgegeben wird und dass keine Zahlung an die Abmahnkanzlei erfolgt.

Ich biete Ihnen an, dass  Sie sich bei mir unverbindlich telefonisch informieren können, in welcher Form, mit welchem Risiko und mit welchen Erfolgsaussichten in Ihrem Fall vorgegangen werden kann.

Zu dem Zweck senden Sie mir bitte eine kurze Sachverhaltsschilderung mit Ihren Kontaktdaten per Email oder per Fax.

Besser und unkomplizierter wäre es noch, wenn Sie mir, selbstverständlich ebenfalls kostenfrei, die Abmahnung bereits vorab eingescannt per Email,  per Fax oder per Post zukommen lassen können.

Sollten Sie eine Abmahnung erhalten haben, können Sie sich gerne mit mir
telefonisch : 0800 88 7 31 32 (kostenfrei)
oder 05202 / 7  31 32,
per Fax :05202 / 7 38 09 oder
per email :info (at) ra-gerth.de

in Verbindung setzen.