Freitag, 24. Oktober 2014

Nobbi Blüm im Irrflug - mal wieder, aber platte Schelte der Justiz und der Rechtsanwaltschaft lässt sich ja gut verkaufen

Der ehemalige Dauerminister für Arbeit und Soziales Norbert Blüm, genau der mit der sicheren Rente, durfte gestern bei Markus Lanz sein neues Machwerk Ein­spruch! Wi­der die Will­kür an deut­schen Ge­rich­tenanpreisen.

Die Kollegen von strafakte.de haben das gut bewertet.

Sowohl die Kommentare in den Zeitungen, aber auch die Darstellung beim dauergespannten Markus Lanz lassen nur einen Schluss zu: Norbert Blüm spricht von Justiz und Rechtsanwälten wie der Blinde von der Schönheit der Farben, nur dass der Blinde eventuell noch Vorstellungskraft und Phantasie  hat um sich den Farben anzunähern.

Norbert Blüm versucht mit Sch..hausparolen und ewig gleichen Plattitüden, wie sie schon der Journalist Joachim Wagner in seinem Buch " Vorsicht Rechtsanwalt. Ein Berufsstand zwischen Mammon und Moral" zu punkten und letztlich Leser zu finden.

Norbert Blüm kokettiert sogar damit, dass er keine Ahnung hat, was ihn aber nicht davon abhält  die Justiz an den Pranger zu stellen und Richter zu kritisieren.

Erlaubt ist was Leser bringt und Kasse macht.

In Zeiten von harter Kritik des Altkanzlers und Ex-Freundes muss man schließlich die Einschläge von oben nach unten weitergeben.

Wobei es sollen ja immerhin vier Jahre Arbeit in dem Rundumschlag stecken. Man mag es kaum glauben.

Aber so weiß der interessierte Leser jetzt durch die zwei Werke, dass die Juristen in Deutschland ganz üble Gesellen sein müssen.

Ach ja, Herr Blüm ich kenne wenige Juristen, ganz gleich ob Anwälte oder Richter oder Staatsanwälte, die so oft mit der Wahrheit hinter dem Berg halten wie Politiker oder gar Minister. Und diese Gedächtnislücken, die zuweilen bei Politikern in hohen Ämtern auftauchen sind sonst in keiner Berufsgruppe zu finden. Aber wer will schon aufrechnen?!

Und ihre Bekenntnis, dass sie sich bei dem Altkanzler entschuldigen wollten, weil sie schweren Herzens das Recht vor die Freundschaft gestellt haben, zeigt nichts von den hohen moralischen Vorstellungen mit welchen Sie entrüstet gegen die Unmoral der Justiz wettern.