Montag, 13. Januar 2014

Sasse & Partner mahnen mal wieder The Walking Dead ab


Die Hamburger Kanzlei Sasse & Partner Rechtsanwälte hält in aktuellen Abmahnungen  den neuen § 97a Abs. 3 S. 2 UrhG  immer noch nicht für anwendbar, weil sie das Anbieten von aktuellen Filmen in Filesharing-Netzwerken für unbillig hält.
In den aktuellen Abmahnungen Kanzlei Sasse & Partner Rechtsanwälte für den Rechteinhaber WVG Medien GmbH, immer schon ein Mandant der Kanzlei,  wird Folge 2 der 4. Staffel der amerikanischen Serie The Walking Dead abgemahnt. Und weil diese Staffel noch nicht auf DVD erschienen sei, sei das Anbieten des Films in peer-to-peer-Netzwerken absolut unbillig und deswegen käme auch keine Einschränkung des Streitwertes im Sinne des § 97a Abs. 3 S. 2 UrhG in Betracht.
Die Kanzlei Sasse & Partner Rechtsanwälte hält auch weiterhin an der schon bisher geforderten Pauschale in Höhe von  800,00 € fest.
Aber um den Erfordernissen an eine ordnungsgemäße Abmahnung zu genügen, werden die Voraussetzungen der Vorschrift des § 97a Abs. 2 UrhG umgesetzt und auch die Kanzlei Sasse & Partner Rechtsanwälte schlüsselt daher die angefallen Kosten auf und präsentiert so den Abgemahnten die folgende Liste des Aufwendungsersatzes:

Ermittlungskosten der Guardaley Ltd.

100,00 €

Anteilige Gerichtskosten für das Auskunftsverfahren

0,22 €

Anteilige Rechtsanwaltsgebühren für das Auskunftsverfahren –

1,3 Geschäftsgebühr §§ 13, 14 Nr. 2300 VV RVG  aus einem

Gegenstandswert in Höhe von 3.000,00 €

0,29 €

Anteilige Pauschale für Post- und Telekommunikation für das Auskunftsverfahren

0,05 €

Anteilige Kosten für das Providerauskunft

0,16 €

Rechtsanwaltsgebühren für die Abmahnung - 

1,3 Geschäftsgebühr §§ 13, 14 Nr. 2300 VV RVG  aus einem

Gegenstandswert in Höhe von 15.000,00 €

845,50 €

Pauschale für Post- und Telekommunikation Nr.7200 VV RVG

20,00 €

Summe Aufwendungsersatz:

 

965,72 €
 Die Gesamtforderung setzt sich damit wie folgt zusammen:

Schadenersatz nach der Lizenzanalogie

500,00 €

Aufwendungsersatz

970,67 €

Gesamtforderung

1.465,72 €

Aber auch die Kanzlei Sasse & Partner Rechtsanwälte, möchte natürlich so viele Verfahren wie möglich außergerichtlich beenden und bietet daher den bisherigen Pauschalpreis in Höhe von 800,00 € als Vergleich an.
Ob die Ansicht der Kanzlei Sasse & Partner Rechtsanwälte richtig ist, was die Nichtanwendbarkeit des § 97a Abs. 3 S. 2 UrhG werden wohl die Gerichte beurteilen müssen.
Aber wie bisher gelten auch für die neuen Abmahnungen der Kanzlei Sasse & Partner Rechtsanwälte:
Setzen Sie sich nicht selbst mit der Kanzlei Sasse & Partner Rechtsanwälte in Verbindung! Jede noch so unbedachte Äußerung würde zu rechtlich nachteiligen Folgen führen.
  • Unterschreiben Sie die vorgefertigte Unterlassungserklärung auf keinen Fall, da Sie sich dann auch zur Zahlung der geforderten 800,00 € verpflichten und ein Schuldeingeständnis abgeben.
  • Aufgrund der gravierenden Rechtsfolgen und der technischen Fehlerbelastung der Ermittlung der IP-Adresse sollte die Abmahnung fachanwaltlich überprüft werden.
  • Trotz der zweifelhaften Rechtslage und der oft fehlerbehafteten Feststellung der Downloads empfiehlt sich in den meisten Fällen die Abgabe einer modifizierten Unterlassungserklärung.
  • Prüfen Sie, ob der abgemahnte Verstoß tatsächlich über Ihren Anschluss begangen worden ist – ganz gleich ob von Ihnen selbst oder einer anderen Person, die Ihren Anschluss benutzte (Ehepartner, Lebenspartner, Kinder, Enkel, Patienten, Mieter, Kunden, Besucher). Wenn der Verstoß nicht durch den Anschlussinhaber selbst begangen worden ist, kann eine deutliche Reduzierung der Forderung erreicht werden.
    Ich biete Ihnen an, dass  Sie sich bei mir unverbindlich telefonisch informieren können, in welcher Form, mit welchem Risiko und mit welchen Erfolgsaussichten in Ihrem Fall vorgegangen werden kann. Zu dem Zweck senden Sie mir bitte eine kurze Sachverhaltsschilderung mit Ihren Kontaktdaten per Email oder per Fax. Wenn  Sie mir auch eine Rückrufnummer mitteilen, rufe ich Sie auch kurzfristig zurück.
    Besser und unkomplizierter wäre es noch, wenn Sie mir, selbstverständlich ebenfalls kostenfrei, die Abmahnung bereits vorab eingescannt per Email,  per Fax oder per Post