Freitag, 15. November 2013

Waldorf Frommer schützt die Killer Elite mit Jason Statham, Robert De Niro und Clive Owen

Die Kanzlei Waldorf Frommer mahnt für die München Fernseh GmbH + Co Produktionsgesellschaft angebliches Filesharing an dem amerikanisch-australischen Actionthriller mit Starbesetzung:  Jason Statham, Robert De Niro, Clive Owen u.a.  Killer Elite ab. 

Die Kanzlei Waldorf Frommer fordert  815,00 € für die illegale Verbreitung des urheberrechtlich geschützten Films Killer Elite in Filesharing-Netzwerken.


Die Waldorf Frommer Rechtsanwälte machen dabei einen Schadensersatz in Höhe von 600,00 € und einen Aufwendungsersatz, dahinter verbergen sich die Rechtsverfolgungskosten,  in Höhe von 215,00 € geltend.

Der Gegenstandswert für den Unterlassungsanspruch wird, wie vom
Gesetz gegen unseriöse Geschäftspraktiken gefordert, auf 1.000,00 € angesetzt und der Gegenstandswert für den Schadensersatzanspruch auf 600,00 €. Damit kommen die Waldorf Frommer Rechtsanwälte auf einen Aufwendungsersatzanspruch in Höhe von 1.600,00 €, aus dem die Anwaltsgebühren in Höhe von 215,00 € errechnet werden.

Meiner Meinung nach zu Unrecht, da der geltend gemachte Schadensersatz keinen Aufwendungsersatz nach dem neuen  
§ 97a Abs. 3 UrhG darstellt und somit nur die 1.000,00 € als Maßgabe für die Rechtsanwaltsgebühren herangezogen werden dürfen. Diese würden dann nur in Höhe von 124,00 € anfallen.

Auffallend an der Abmahnung ist, dass die Rechtsanwälte Waldorf Frommer ankündigen, dass sie sich im Falle einer gerichtlichen Auseinandersetzung auf die Unbilligkeit des Streitwerts von 1.000,00 € berufen würden, was im Ergebnis zu einem höheren Aufwendungsersatz führen würde. Diese Möglichkeit sieht das Gesetz zwar vor, aber wie die Kanzlei Waldorf Frommer das beweisen will, wird zumindest in der Abmahnung nicht gesagt. Darüber was unbillig im Sinne des § 97a Abs. 3 UrhG ist, werden wohl die verschiedenen Gerichte zu entscheiden haben.

Immerhin liefert die Kanzlei Waldorf Frommer auf Seite 5 der Abmahnung eine Tabelle mit welcher die Kostenaufstellung nachvollzogen werden kann:

Tabelle außergerichtlicher Aufwendungsersatzanspruch:

Gegenstandswert für den Unterlassungsanspruch
1.000,00 €
Gegenstandswert für den Schadensersatzanspruch
 
600,00 €
Gegenstandswert für den Aufwendungsersatzanspruch
1.600,00 €
1,3 Gebühr (2300 VV RVG)
195,00 €
Auslagenpauschale (7200 VV RVG)
 
20,00 €
Summe
215,00 €



Konkrete Zahlungshöhe

Schadenersatz
600,00 €
Aufwendungsersatz
215,00 €
Gesamtsumme
815,00 €

 
Auffallend ist auch, dass die Kanzlei Waldorf Frommer immer schneller wird. So behält sich die Kanzlei Waldorf Frommer jetzt die Möglichkeit einer einstweiligen Verfügung offen.

Die wichtigsten Ratschläge in Kürze:

1.)   Handeln Sie nicht überstürzt.

2.)   Bewahren Sie die Ruhe.

3.)    Zahlen Sie den geforderten Vergleichsbetrag nicht und unterschreiben Sie die vorformulierte Unterlassungserklärung nicht ohne vorherige fachanwaltliche Prüfung des Sachverhaltes.

4.)   Nutzen Sie die von der Kanzlei Waldorf Frommer Rechtsanwälte gesetzte Frist, sich fachanwaltlich beraten zu lassen.

5.)   Diese von der Kanzlei Waldorf Frommer Rechtsanwälte gesetzten Fristen sollten aber unbedingt beachtet werden, da andernfalls eine teure gerichtliche Auseinandersetzung drohen kann.

Eine optimale fachanwaltliche Beratung wird Ihnen dagegen aufzeigen können, dass durch die für Ihren speziellen Einzelfall passende Strategie die Belastung durch eine modifizierte Unterlassungserklärung oder die überzogene Kostenforderung auf ein erträgliches Minimum reduziert werden kann. Selbst mit den Kosten für die fachanwaltliche Beratung werden Sie in der Regel die Angelegenheit kostengünstiger klären und lösen können, als wenn Sie vorschnell mit der Kanzlei Waldorf Frommer Rechtsanwälte Kontakt aufnehmen, denn diese vertreten nicht Ihre Interessen sondern die der München Fernseh GmbH + Co Produktionsgesellschaft.

Ich biete Ihnen an, dass  Sie sich bei mir unverbindlich telefonisch informieren können, in welcher Form, mit welchem Risiko und mit welchen Erfolgsaussichten in Ihrem Fall vorgegangen werden kann. Zu dem Zweck senden Sie mir bitte eine kurze Sachverhaltsschilderung mit Ihren Kontaktdaten per Email oder per Fax. Wenn  Sie mir auch eine Rückrufnummer mitteilen, rufe ich Sie auch kurzfristig zurück.