Sonntag, 6. Oktober 2013

Gewerbeauskunftzentrale .. und doch ein Ende?!

Der Kölner Stadtanzeiger berichtet in darüber, dass  am vergangenen Donnerstag Polizei und Staatsanwaltschaft Düsseldorf 16 Unternehmen in Köln und Frechen durchsucht haben, die im Zusammenhang mit der Gewerbeauskunftzentrale stehen sollen. Durchsucht wurden dabei auch 3 Anwaltskanzleien.

Nach Angaben des Oberstaatsanwalts liegen 4.500 Anzeigen von Unternehmen vor, die sich durch die Masche der Gewerbeauskunftzentrale betrogen fühlen.

Dem Unternehmen wird Betrug und Täuschung vorgeworfen, weil es mit einer geschickten Masche schon zahlreiche Unternehmer in die Irre geführt haben soll. Über die Firma hatte ich bereits hier geschrieben.

Wie bekannt ist, verschickt die Firma, die auch unter  GWE oder GWE Wirtschaftinformations GmbH bekannt ist,  Briefe auf grauem Öko-Papier, die den Anschein eines amtlichen Briefes erwecken. Darin werden die Empfänger aufgefordert, ihre Daten, wie Firmennamen, Anschrift, Telefonnummer, E-Mail und Internetadresse, zu überprüfen oder einzutragen und den Brief unterschrieben zurückzusenden. Dabei wird eine genaue Frist gesetzt, bis wann der Brief beantwortet sein muss. Reagiert ein Unternehmer nicht innerhalb der vorgegebenen Zeit, erhält er im Anschluss ein erneutes Schreiben, das ebenfalls wieder wie ein Behördenschreiben aufgemacht ist. Viele der Unternehmen unterschreiben den Brief und wundern sich kurze Zeit später, wenn eine Rechnung ins Haus flattert. Erst dann bemerken sie, dass sie Opfer einer Abo-Falle geworden sind. Denn im Kleingedruckten steht, dass die Unternehmer mit ihrer Unterschrift einen Vertrag für den Eintrag in einem Online-Gewerberegister abgeschlossen haben. Für die Dauer von 24 Monaten sollen die Firmen dafür insgesamt knapp 570 Euro bezahlen

Oberstaatsanwalt Möllmann stützt die Razzia auf ein BGH-Urteil: „Der Gesamteindruck der Aufmachung des Schreibens unterliegt dem Tatvorwurf der Täuschung.“

So ist es.

Die Razzia sollte erst einmal für Ruhe sorgen.

Und wer weiß, ob die Razzia und die Folgen nicht ganz für das Ende der Gewerbeauskunftzentrale sorgen!?