Donnerstag, 12. September 2013

CONDOR mahnt im Filesharing ohne vorherige Abmahnung

Das Inkassobüro CONDOR Gesellschaft für Forderungsmanagement mbH verschickt momentan vermehrt Mahnungen an Anschlussinhaber wegen nichtbezahlter angeblicher Rechnungen. Hierbei soll es sich um nichtbezahlte Rechnungen handeln, welche wegen Verletzung des Urheberrechts mittels Filesharings an Werken der KSM GmbH im Jahr 2010 entstanden sein sollen.

Gefordert werden neben den Inkassokosten in Höhe von 215,00 € auch die angebliche Hauptforderung in Höhe von 1.911,00 €, sowie Zinsen seit dem angeblichen Verletzungsdatum.

Auffälliges Merkmal an diesen Mahnungen der CONDOR ist, dass die Empfänger sämtlich glaubhaft machen können, dass Sie weder Filesharing betrieben hätten, noch in den letzten 3 Jahren ein Anwaltsschreiben oder gar eine Abmahnung, bei dem Rechteinhaber müsste dies von der BaumgartenBrandt Rechtsanwälte aus Berlin gekommen sein, erhalten haben.

Was sollten Betroffene nun machen, wenn sie eine solche Mahnung ohne Abmahnung im Filesharing erhalten haben.

Das richtige Vorgehen hat Frau Kollegin Viola Lachenmann hier sehr gut beschrieben.

Bevor direkt zum Hörer gegriffen wird um nach langen Warten in der Warteschleife mit dem Inkassobüro zu sprechen und den Nachweis zu fordern aus welchem Grund die Mahnung kommt, lieber einen Rechtsanwalt konsultieren, der schon aus dem Schreiben erkennen kann, dass es sich um eine Filesharingsache handeln muss.
Denn in der Aufforderung die Abmahnung nochmals, in den meisten Fällen dann erstmals zuzusenden, entstehen die geforderten Anwaltsgebühren erst.

Besser in einem solchen Fall ist es eine modifizierte Unterlassungserklärung abzugeben, ehe Sie die Abmahnung erreicht, denn dann entstehen keine Anwaltsgebühren durch die Abmahnung.