Sonntag, 14. April 2013

Der Sonntag und die Filesharing-Abmahnungen

Jeden Sonntag das gleiche Spiel. Spiel? Ist es ein Spiel abgemahnten Anschlussinhaber erklären zu müssen/können, weshalb sie am Samstag Post bekommen haben?
Nein, ein Spiel ist es nicht, aber mittlerweile zwingende Notwendigkeit. Auch wenn die Abmahnkanzleien und auch einzelne Richter meinen oder uns Glauben machen wollen, dass ein jeder mindestens einmal in seinem Leben in der Zeitung, in einer Zeitschrift oder einem Fernsehmagazin von den sog. Filesharingabmahnungen gehört haben müsse, stimmt dies nicht mit der Realität überein, wie ich sie erlebe.

Noch immer erlebe ich Väter, oder auch Mütter, die bei der Erwähnung des Wortes Filesharing mit den Schultern zucken.

Denen man erklären muss, warum die Abmahnanwälte an die Adresse kommen konnten und warum das keine Abzockversuche sind, zumindest bis auf einige Ausnahmen.

Ich finde das nicht schlimm. Weder das erklären müssen/dürfen, noch die partielle Unwissenheit was Internet und Filesharingnetzwerke und deren Funktionsweise angeht. Ich mache das gerne.

Ebenso wie das sonntägliche Anschreiben der Abmahnkanzleien um denen zu erklären, warum hier aus keinem Rechtsgrund eine Zahlung erfolgen wird.

Und natürlich auch das sonntägliche Formulieren von Schriftsätzen für das Amtsgericht München. Denn auch den dort tätigen Richtern muss man ab und zu erklären was sekundäre Darlegungslast bedeutet und was es für Folgen hat, wenn man dieser nachgekommen ist.