Sonntag, 7. April 2013

Der komische Mandant

Gerade las ich den Beitrag des geschätzten Kollegen Werner Siebers zum Thema " Der undankbare Mandant" und ganz spontan musste ich denken, gibt es also auch bei Kollegen und sogar in anderen Rechtsgebieten.

Aber es gibt sie halt diese Mandate, bei denen man schon vorher hätte wissen müssen, dass sie komisch enden werden, bei denen dann in der Mandatsabwicklung mehr Arbeit und Aufwand besteht, als in der Mandatsbearbeitung.

Wenn z.B. der Mandant bei dem Erstkontakt  am Mittwoch  in der  Woche vor der Karwoche,  also KW  12,   trotz Hinweis, dass über Ostern ein paar Tage die Kanzlei geschlossen sein würde und man deshalb das Mandat ablehnen müsse, obwohl es in die bearbeiteten Rechtsgebiete der Kanzlei fallen würde, sagt "Nein übernehmen Sie das Mandat bitte,   ich habe jetzt 5 Monate selber versucht mein Recht durchzusetzen, da kommt es auf die 1-2 Wochen nicht an." und dieser Mandant dann aber die Unterlagen nicht zu Bürozeiten vorbei bringen will, sondern diese irgendwann einstecken möchte und er sich dann natürlich erst wieder am Mittwoch vor Ostern, also in der KW 13, meldet mit den Worten "es sei ja nichts passiert, ob er die Unterlagen wieder abholen solle", dann aber auf den nochmaligen Hinweis seine Forderung bestünde und man könne die geltend machen, aber erst nach  Unterzeichnung der übersandten Vollmacht , Freigabe  des ebenfalls  übersandten  Schreibens  und erst in der Woche nach Ostern, KW 15,  doch möchte das die Forderung geltend gemacht wird.

Und wenn dann dieser Mandant direkt nach Ostern, also in  der KW 14, nach angeblicher Rücksprache mit Rechtsanwaltskammer, Staatsanwaltschaft und Polizei das Mandat kündigt und die Unterlagen haben möchte, selbstverständlich binnen 2 Stunden, und er natürlich keine Rechnung zahlen möchte, "weil ja nichts passiert sei", dann kann man wohl zu Recht von einem komischen Mandanten sprechen.