Donnerstag, 21. März 2013

Anfragen um 20:58 Uhr haben sich um 09:01 Uhr erledigt

Da macht man einmal pünktlich um 20:30 Uhr Feierabend, da ereicht den Anwalt doch noch folgende E-Mail um 20:58 Uhr:


Guten Abend Herr RA Gerth,
ich möchte Sie heute abend natürlich nicht mehr stören, möchte Sie aber kurz fragen:
-- ob Sie morgen (Donnerstag, 21.03.) morgens/vormittags Zeit für eine Beratung hätten (welche Zeitspanne wäre Ihnen da bitte recht?)
-- ob ich Ihnen die Einst. Verfg. per Fax senden darf, damit Sie den "Verbots/Unterlassungspassus" direkt vor Augen haben
-- vorab anbei die Email von unserem bisherigen Anwalt auf unsere Frage (zwischen den gestrichelten Linien)
-- zur Info: die Internetseite der Gegenseite lautet:

Und dann kommt Anwalt um 8:00 Uhr ins Büro und beginnt Mails zu beantworten, einenm unangemeldeten Neu-Mandanten den Tag retten und die Unterlagen des Ratsuchenden zu lesen um dann um 09:01 Uhr eine weitere Mail des Ratsuchenden zu erhalten:




Guten Morgen Herr RA Gerth,
unsere Bitte um Beratung für heute morgen/vormittag hat sich ERLEDIGT.
Trotzdem vielen Dank für`s Lesen und Ihre Mühe.


Da muss wohl ein Kollege schneller gwesen sein mit der Beantwortung.

Ich bin aber auch nachlässig. So eine Anfrage muss einfach schneller bearbeitet werden. 

Dieses ganze Gerede von Work-Life-Balance ist doch Quatsch, ich bin schließlich Anwalt, da muss man immer erreichbar sein.

Okay, aber wie erkläre ich das meiner Familie?