Montag, 12. Dezember 2011

Tage wie dieser

gehen nicht vorbei. Sie enden einfach nicht.

Die Abmahnkanzleien versuchen sich ihr Weihnachstgeld zu verdienen. Muss so sein, wenn selbst in der lippischen Provinz zweistellige Anrufzahlen von Neumandanten zu dem Thema eingehen. Oder sollen in diesem Jahr noch die Lager leer geräumt werden um Platz zu schaffen für die neue große Offensive im Januar?

Wer weiß das schon so genau. Aber wir wollen mal nicht meckern. Bescheren die urheberrechtlichen Abmahnungen doch auch so manchem (Fach-)Anwalt der Gegenseite ein recht ansehnliches Einkommen.

Und komischerweise können Urheberecht ja alle Anwälte, ganz gleich, ob sie sich ansonsten im Verwaltungsrecht, im Familienrecht oder Arbeitsrecht tummeln. Beim Thema filesharing werden alle ganz rappelig und bewerben dies was das Zeug hält nur um auch ein Stück vom Kuchen zu erhalten.

Mal sehen wann diese Blase ein Ende findet, weil entweder jeder potenzielle Filesharer schon eien oder mehrere Unterlassungserklärungen abgegeben hat oder aber der Gesetzgeber sich mal hierzu einschränkend äußern wird. Von Seiten der Gerichte ist dies ja nicht zu erwarten, wie die unsägliche Pressemitteilung des AG München der letzten Woche zu erkennen gegeben hat.
Wobei die Warnung des AG München vor 1.400 Klagen aus dem Bereich des Urheberrechts verbunden mit der Warnung vor dem filesharing hat dann eventuell doch noch was Gutes.
Der möglichen Einsicht, dass Fachanwälte für Familien-, Erb- und Verwaltungsrecht doch lieber bei ihren Leisten bleiben sollten.
Denn nur ganz eventuell gibt es ja doch Gründe für die Fachanwaltschaften im Informationstechnologierecht, dem Urheber- und Medienrecht und dem Gewerblichen Rechtsschutz. Oder für die in diesem Bereich tätigen Rechtsanwälte, welche auch ohne Fachanwaltschaft hochspezielisiert sind.